Über uns


Das Projekt-Team in Deutschland besteht aus jungen, engagierten Student/innen, welche überwiegend ehemalige Freiwillige des Projektes sind und sich davon haben begeistern lassen. Diese unterstützende Arbeit von hier aus läuft Hand in Hand mit dem peruanischen Projektgründer und -leiter Darwin Matos sowie seiner Frau Margarita Arana. Vor Ort gibt es außerdem noch einige peruanische Helfer/innen, darunter auch zwei engagierte Oberstufenschülerinnen einer Waldorfschule.

Hier eine kurzer Überblick:

Vincent (21): Ich habe 3 Monate als einer der Freiwilligen Pioniere im Projekt gearbeitet, die Freude und die Begeisterung hat mich mitgerissen. Man kann soviel bewirken, wenn man nur die Kraft und etwas Kreativität aufbringt. Derzeit studiere ich Spanisch und Sport in Berlin. Seit wir uns zu regelmäßigen Projektsitzungen treffen und jeder seinen Teil beiträgt. Haben wir enorme Schritte gemacht und dies motiviert mich umso mehr. Das Projekt ist ein geniales Beispiel was interkultureller Austausch für Bereicherung mit sich bringt und wie beide Seiten gleichermaßen davon profitieren.
Lilly (23): Momentan studiere ich Sozialen Arbeit: transnational in Frankfurt am Main. Durch verschiedenen Reisen ist mir immer wieder bewusst geworden, dass unsere Welt in der Zukunft starke und mutige Menschen braucht um ein lebenswerter Ort für Alle zu bleiben. Unsere Kinder werden in der Zukunft diese Menschen sein! Ich bin davon überzeugt, dass Kinder eine Kindheit brauchen, in der sie Vertrauen in sich selbst und andere erlernen sollen um starke Erwachsene zu werden. In Sonqó Kusichiy sehe ich ein Projekt, dass Kindern hilft zu ebensolchen heranzuwachsen und ich bin sehr stolz dabei mithelfen zu können.
Chiara: Ich studiere Witschaftssprachen Asien und Management in Konstanz. Vor 3 Jahren habe ich meinen Freiwilligendienst in einer kleinen Waldorfschule in San Juan de Lurigancho absolviert. Während dieser Zeit verliebte ich mich in das Leben dort, begeisterte mich für die peruanische Kultur und konnte viele neue, bis heute anhaltende Freundschaften schließen. Da ich viel Außergewöhnliches und Wunderschönes erleben durfte, wünschte ich mir während meines Freiwilligendienstes etwas zurückgeben zu können. So gründete ich zusammen mit Darwin und Margarita ein Projekt für die Kleinsten des Viertels - für die Kinder. Anfangs wollten wir den Kindern eine kreative Abwechslung zu einem doch etwas schwierigeren Alltag bieten und "Licht an einen dunklen Ort bringen". Heute bin ich unglaublich stolz und glücklich, wie sehr sich das Projekt durch ein stetig wachsendes Team und eine wundervolle Zusammenarbeit entfalten konnte.
Johannes (24): Ich studiere ich in Heidelberg Politik, Wirtschaft und Geographie auf Lehramt. Während meiner 7-monatigen Zeit in Südamerika habe ich das Projekt wenige Wochen nach seiner Gründung kennengelernt. Ich war sofort belebt von der Begeisterung der Kinder und Jugendlichen. Der Projektansatz hat mich so überzeugt, dass ich mich seit dem für einen soliden Auf- und Ausbau des Projektes engagiere. Mich begeistert die Idee, über ein soziales Projekt einen interkulturellen Austausch für eine zukunftsfähige und lebenswerte Welt zu beleben.
Mirjam (23): Nach meinem Abitur wollte ich die Welt entdecken, verschiedene Kulturen kennenlernen und so reiste ich durch verschiedene Länder. Somit hatte ich das Glück 2013 das Projekt für ein paar Wochen kennenzulernen. Nun studiere ich Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. Die Zusammenarbeit im Projekt mit einer anderen Kultur finde ich sehr bereicherd und motivierend. Außerdem macht mir die Arbeit im Team am Projekt sehr viel Spaß.
Alina (21): Ich studiere Europäische Ethnologie und Sozialwissenschaften in Berlin und interessiere mich sehr für interkuturellen Austausch und Sprachen, weshalb mir die Mitgestaltung unseres Projektes sehr viel Freude bereitet. Neben Sport und Musik faszinieren mich Räume die Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergrund zusammenbringen. Mein Traum ist es an vielen verschiedenen Orten unseres Planeten für eine Zeit zu leben um in fremde Kuturen eintauchen und interessante Erfahrungen daraus mitnehmen zu können.
Susanne (20): Ich habe dieses Jahr damit begonnen Geographie und Religionswissenschaft in Heidelberg zu studieren. Vier Monate durfte ich das Projekt Sonq´o Kusichiy begleiten. Diese Zeit im einfachen aber wunderschönen San Juan de Lurigancho vergingen für mich wie im Flug; noch nie raste die Zeit so davon und lies mich hinter sich stehen. Das Arbeiten gemeinsam mit den Kindern und den anderen Freiwilligen war eine fantastische Erfahrung. Sonq´o Kusichiy ist ein Projekt, was Freiwilligen und auch der Gemeinde vor Ort zeigt, wie wertvoll ein Austausch von Gedanken, Ideen und Kreativität sein kann. Gerade in unserer heutigen Zeit finde ich es besonders wichtig diesen internationalen Austausch beizubehalten. Ich bin sehr glücklich darüber, weiterhin Teil dieses Projektes zu sein und weiterhin daraus lernen und mitwirken zu können.
Isabella: Nach dem Abitur (2015) war ich zunächst unschlüssig, was ich machen möchte, doch dann bin ich über die Organisation Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners auf das Projekt gestoßen und mir war sofort klar, dass ich dort einen Freiwilligendienst machen und Teil davon sein möchte. So habe ich jetzt das Glück, Sonqo Kusichiy als erste offizielle Freiwillige begleiten und unterstützen zu dürfen. Die Arbeit und das Musizieren mit den Kindern und Jugendlichen macht mir immer unglaublich viel Spaß, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist. Mich begeistert an Sonqo, dass durch internationale Zusammenarbeit und freiwilliges Engagement aus relativ wenig so viel, ein so tolles Projekt entsteht. Ich schätze mich sehr glücklich, Teil von Sonqo Kusichiy sein und so den Auf- und Ausbau des Projektes mitgestalten zu dürfen. Auch nach meinem Freiwilligendienst möchte ich mich weiter für das Projekt engagieren.
Darwin: Ich arbeite seit 8 Jahren in der Waldorfschule „Colegio Micael“, welche sich in dem ärmlichen Randgebiet San Juan de Lurigancho befindet. In dieser Zeit konnten wir selber sehen und erfahren wie das Leben in diesem Gebiet ist. Dabei besorgte uns immer die Frage, wie man die Kinder und Jugendliche heutzutage begleiten kann. Denn es wird viel von den schlimmen Jugendlichen geredet, welche klauen und sich schlagen. Aber keiner hatte eine Lösung darauf, was man machen kann. So starteten wir dieses Projekt hier. In den drei Jahren haben sich nun viele Kinder schon sehr stark verändert. Auch die Eltern der Kinder sind sehr zufrieden, ebenso wie den Verantwortlichen der Kommunalverwaltung. All das hat uns sehr bestärkt. Denn wir sehen, dass man damit etwas bewirken kann. Dass wir dabei von vielen Freiwilligen und Freunden unterstützt werden, gibt uns Kraft, denn wir fühlen, dass wir nicht alleine sind und immer begleitet werden. Am Anfang hatte ich manchmal das Bild, dass wir gemeinsam Licht an einen dunklen Ort bringen wollen – ich glaube wir sind auf einem sehr guten Wege dahin.
Margarita: Ich bin Lehrerin an der Waldorfschule „Colegio Micael“. Allerdings verfügen die Familien aus der direkten Umgebung oft nicht über die finanzielle Mittel für unsere Schule. Häufig sahen wir Kinder an den Türen unserer Schule vorbeigehen und wie sie Neugier und Lust hatten beim Malen oder Spielen mitzumachen. Wir dachten uns, schade, dass wir sie nicht aufnehmen können. So vergingen viele Jahre. Und als wir selber hier herzogen, konnten wir die Situation aus der Nähe sehen: es gibt viele Jugendliche, die zusammen rauchen, klauen, und kämpfen – dabei gab es immer wieder Verletzte und Tote. Da fragten wir uns, was wir machen könnten, damit zumindest die kleinen Geschwister nicht genauso enden würden; wir wollten etwas tun.

Alleine kann man oft wenig anrichten - man muss sich zusammentun. Wir glauben, dass sich die Welt, in der wir leben möchten gestalten lässt - und dass wir alle Gestalter sein können. Deshalb engagieren wir uns u.a. für dieses Projekt!

Interkulturelle Projekt erfordern allerdings kulturell und historisch bedingt eine gewisse Sensibilität in der internen und externen Kommunikation. Deshalb wollen wir hier ein paar Gedanken zu unseren Grundsätzen und unserem Selbstverständnis formulieren:

Das Projekt Sonqo Kusichiy ist vor allem Ergebnis einer peruanischen Initiative. Wir als Projekt-Team in Deutschland gehen davon aus, dass die Menschen vor Ort am besten wissen was sie brauchen, bzw. was im Projekt notwendig ist. Nach diesem Maßstab versuchen wir unsere Unterstützung zu gestalten. Das heißt im deutsch-peruanischen Projekt-Team findet die Arbeit und der Austausch auf Augenhöhe statt und richtet sich nach den Bedürfnissen, die vor Ort formuliert werden.

Wir verstehen unser Projekt als gemeinsame Entfaltungszusammenarbeit. Im Unterschied zu der traditionellen "Entwicklungshilfe" gehen wir davon aus, dass der Begriff "Entwicklung", nicht einseitig definierbar ist und auch ergebnisoffen sein kann. Das heißt, wir sind überzeugt, dass sich jedes Individuum und jede Kultur - wenn man sie sich überhaupt als homogene Einheit vorstellt - in unterschiedlichen aber vielfältigen Aspekten weiterentwickeln kann. Es gibt viele Wege und Dimensionen von Entwicklung. Dabei können wir uns gegenseitig inspirieren und voneinander lernen! Wir fragen uns also auch: was können wir von den Menschen und der peruanischen Kultur lernen?

Neben den Bildungs- und Entfaltungsaktivitäten in Peru wollen wir durch das Projekt auch einen expliziten Raum für interkultureller Austausch schaffen. Im 21. Jahrhundert kommt es mehr denn je darauf an, dass wir uns als Erdbewohner gegenseitig kennenlernen und mehr voneinander wissen und lernen. Durch die deutschen, spanischen und englischen Freiwilligen im Projekt gibt es einen direkten Austausch. Durch die Berichte, Fotos, Videos und sonstigen Eindrücke der rückkehrenden Freiwilligen können alle anderen Beteiligten Eindrücke aus dem Leben von Menschen aus Peru gewinnen.

Die Projektbeteiligten auf deutscher, bzw. allgemein europäischer Seite sind i.d.R. aus verschiedensten Gründen materiell gesegneter, als die Projektbeteiligten in Peru. Deshalb freuen wir uns, die Projektarbeit derzeit vor allem von hier aus finanziellen unterstützung zu können. Für dieses Engagement sind wir sehr dankbar! Dennoch streben wir langfristig an, dass sich das Projekt finanziell auch zunehmend durch peruanische Gelder mitträgt, so dass keine hierarchischen Abhängigkeitsverhältnisse entstehen, die wir u.a. aus zwischenmenschlichen, projektstrategischen und kolonial-historischen Gründen nicht für erstrebenswert halten.


Seit Oktober 2013 ist Sonq´o Kusichiy ein Förderprojekt des gemeinnützigen Vereines „Süße Hoffnung e.V.“. Damit stehen dem Projekt alle formalen Strukturen eines gemeinnützigen Vereines zur Verfügung. Unter anderem ein offizielles Spendenkonto und die Berechtigung Spendenbescheinigungen auszugeben. Das erleichtert unsere Arbeit in Deutschland immens! Der Verein Süße Hoffnung e.V. wurde im Jahr 2007 zur Förderung der Bildung und Erziehung in Peru von ehemaligen Freiwilligen ins Leben gerufen. Die Vereinsarbeit konzentriert sich darauf, junge Menschen im Rahmen ihres Freiwilligendienstes bei eigenen Projekten zu unterstützen.


[Die Inhalte folgen in Kürze!]